Jan Göritz // Heilpraktiker für Psychotherapie

Identität

Veränderung von Glaubenssätzen (Teil 2 – Praxis)

Nachdem Sie Teil 1 gelesen und sich mit Ihren eigenen negativen Glaubenssätzen (zur Inspiration habe ich hier eine Liste mit 100 negativen Glaubenssätzen für Sie zusammengestellt) auseinandergesetzt haben, geht es in diesem Artikel darum, diese Sätze zu verändern. Genauer gesagt: Wir werden neue Sätze finden, die an die Stelle der alten Sätze treten können und werden die veralteten Glaubenssätze im Archiv ablegen.

Wie verändert man negative Glaubenssätze?

Zur Übersicht habe ich einen Veränderung-Fahrplan erstellt:

Veränderung von Glaubenssätzen (Teil 1 – Theorie)

Glaubenssätze kamen bisher schon in den Artikeln Entscheidungen, Ja – Nein – Vielleicht und Wer oder wie sind Sie eigentlich? vor, ohne dass ich bisher genauer auf Glaubenssätze – und besonders auf die positive Veränderung von negativen Glaubenssätzen eingegangen bin.
Dieser Artikel beschäftigt sich damit, was Glaubenssätze eigentlich sind, wie sie wirken und wie Sie negative und hemmende Glaubenssätze in positive und antriebsstarke verwandeln können. Das beschreibe ich im 2. Teil anhand eines Beispiels aus meiner Praxis, das ich freundlicherweise verwenden darf.

Was sind eigentlich Glaubenssätze?

Glaubenssätze definieren in gewisser Weise, wie wir die Welt sehen. Sie bilden sich meist in unserer Kindheit aufgrund unserer Beobachtungen der Welt um uns herum:

Selbst-Ansprüche

Mit meinen Klienten spreche ich unter anderem immer wieder mal über die Dinge, die Tätigkeiten, die Hobbys, die sie ausmachen, die ihr Lebenselixier sind.

Ein Klient erzählte mir neulich, dass das einzige, was er noch für sich macht ist, manchmal abends und bis spät in die Nacht Musik zu hören oder sich Konzertmitschnitte anzuschauen.

Und er schob hinterher: „Egal, was kommt: DAS nimmt mir keiner!“

Man kann tun, was man will, die Leute reden doch.

Ein Klient erzählte mir von seiner Partnerin, die ihn mit ihrem Gemecker fast wahnsinnig machte. Als prägnantes Beispiel nannte er gemeinsame Autofahrten. Und speziell eine Strecke, bei der sie sich regelmäßig darüber aufregte, dass sich der Querverkehr nicht an „rechts vor links“ hielt,- bis mein Klient sie auf das Vorfahrt-achten-Schild aufmerksam machte. Von da an meckerte sie nun über jeden, der auf „rechts vor links“ achtete…

Leuchtturm // © Foto: Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie, Hamburg
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