Jan Göritz // Heilpraktiker für Psychotherapie

Was hat der Weltmeister Deutschland (2014) mit uns persönlich zu tun?

Auf den ersten Blick erst einmal nichts, außer dass wir mitgefiebert und uns mitgefreut haben.

Mir ist allerdings auch etwas aufgefallen, das ganz direkten Bezug zu meiner Arbeit hat:

Häufig geht es bei meinen Klienten darum, bei sich zu bleiben und „sein Ding“ zu machen.
Eine häufige Antwort darauf wenn ich das sage ist in etwa „aber das ist doch total egoistisch und rücksichtslos, das kann ich nicht machen.“

Ich denke jedoch, dass aus keinem anderen Grund die deutsche Mannschaft Fußball-Weltmeister 2014 geworden ist:

– über falsche Schiedsrichter-Entscheidungen wurde sich nur kurz aufgeregt
Dann haben sie weiter „ihr Ding“ gemacht anstatt sich durch ein Hadern mit den Entscheidungen in eine Opferposition zu begeben.

– besonders gestern hat sich kein deutscher Spieler dazu hinreißen lassen, die Nerven zu verlieren und die harte und bisweilen unfaire Spielweise der Argentinier auf gleiche Art und Weise zu beantworten.
Sie haben einfach „ihr Ding“ gemacht und die faire Spielweise beibehalten.

– egal was andere (die Medien) geschrieben haben, ob positiv oder negativ. Die Mannschaft ist weder größenwahnsinnig geworden (nach dem Halbfinale gegen Brasilien) noch hat sie angefangen an sich zu zweifeln.
Sie haben einfach weiter „ihr Ding“ gemacht und sich nicht darum gekümmert, wie andere über sie reden (schreiben).

Es gab also im Laufe des Turniers mehrere Momente, in denen sich die Mannschaft von ihrem Weg hätte abbringen lassen können. Nämlich immer dann, wenn sie anstatt sich auf sich selbst zu fokussieren, auf Einflüsse von außen reagiert hätte.

„Sein Ding“ zu machen ist also keineswegs rücksichtslos sondern bedeutet nur, dass man auf sich und seine Bedürfnisse fokussiert, also gut bei sich ist. Und wer gut bei sich ist, kann in der Regel auch gut für andere da sein ohne sich zu verlieren.

Was hat der Weltmeister Deutschland mit uns persönlich zu tun?

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