Jan Göritz // Heilpraktiker für Psychotherapie

Warum es uns schlecht geht

Ich begegne in meiner Praxis ganz unterschiedlichen Menschen mit ganz unterschiedlichen Problemen. Der eine ist unzufrieden mit seiner beruflichen Situation, der nächste hat das Gefühl, nur noch neben seinem Partner her zu leben und ein dritter merkt, dass er unzufrieden und gereizt ist, kann aber gar nicht genau ausmachen, woran das liegt.
Bei näherer Betrachtung wird sehr häufig klar, dass wir uns durch unsere Sozialisation, durch unsere Eltern, Lehrer aber auch durch unsere Freunde und nicht zuletzt durch selbstentwickelte Ideen, wie wir sein sollten, von uns selbst entfernt haben. Und – so vermute ich – je stärker wir uns von uns selbst entfernt haben, desto schlechter geht es uns.

Warum ist das so?

Wie Goethe schon beschrieb, sind „unsere Wünsche die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen.“
Wir alle tragen ganz individuelle Fähigkeiten und Ressourcen in uns, wir alle haben ganz eigene Talente, die gelebt werden wollen. Allerdings sind uns diese nicht immer von Anfang an bewusst, so dass wir uns manchmal – häufig durch logische Argumente – von unserem Weg abbringen lassen oder selber abbringen:

  • ein Schüler ist zwar gut in Mathe, seine eigentlich musischen Talente werden als unwichtig abgetan, da man damit ja kein Geld verdienen kann.
  • Menschen verbiegen sich, weil sie merken, dass der Partner bestimmte Dinge, Ansichten oder Hobbys nicht mag
  • um die Anerkennung der Eltern zu bekommen, missachten Menschen bis ins höhere Erwachsenenalter ihre eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse und hindern sich damit am Ausleben ihrer Talente.

Und mit jedem Tag, den wir so leben, entfernen wir uns ein Stückchen mehr von uns selbst. Das macht auf Dauer unzufrieden.

Was können Sie tun?

Fangen Sie an, zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen zu stehen! Kein anderer Mensch in Ihrem Leben ist so wichtig, wie Sie selbst. Nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch wirklich für andere da sein.
In der Regel melden sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse von selbst immer wieder. Da müssen Sie gar nicht aktiv werden. Häufig ist allerdings eine Art Automatismus entstanden, der diese Wünsche und Bedürfnisse verdrängt bevor Sie diese richtig wahrnehmen konnten.

Folgende Worte und Sätze sind Zeichen dafür, dass es sich lohnen könnte, mal etwas genauer hinzuschauen:

  • „aber…“
  • „Das schaffe ich sowieso nicht.“
  • „Wie stellst du dir das denn vor?“
  • „Dafür bin ich zu alt.“
  • „Dafür bin ich zu jung.“
  • „Was das wieder kostet“
  • „Dafür habe ich keine Zeit.“

Einige Möglichkeiten, um die oben genannten Beispiele zu entkräften:

  • Wogegen richtet sich Ihr „Aber…“?
  • Wie könnten Sie es doch schaffen?
  • Stellen Sie es sich einmal wirklich vor – wie fühlt es sich an?
  • Wer sagt, dass Sie dafür zu alt sind?
  • Wer sagt, dass Sie dafür zu jung sind?
  • Ist es wirklich so teuer? Lohnt sich die Investition?
  • Nehmen Sie sich die Zeit!

Machen Sie sich eins bewusst – und es ist egal, ob Sie 20 sind oder 80: wenn Sie feststellen, dass Sie bisher auf dem falschen Weg waren, dann fangen Sie an, daran etwas zu ändern. Jeder Tag, an dem Sie die Augen davor verschließen, wird Sie nur noch unglücklicher und unzufriedener machen.

Sie müssen nicht gleich Ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen, nicht den Job kündigen oder die Beziehung beenden. Beginnen Sie nur damit, sich selbst und Ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Dann werden Sie auch wahrnehmen, wann die richtige Zeit zum Handeln ist.

Kommen Sie wieder zu sich:

Wie werde ich ich selbst - Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie, Psychologischer Berater, Psychotherapeut (HpG) in Hamburg

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