Seien Sie kein Esel – kratzen Sie sich selbst

Seien Sie kein Esel – kratzen Sie sich selbst

Abhängigkeit von anderen

Meine Frau und ich haben vor einiger Zeit eine Eselwanderung gemacht. In dem Zusammenhang hatte uns der Inhaber der Eselei erzählt, dass Esel sich nicht überall selbst kratzen können. Wenn es sie jetzt aber mal an einer für sie unerreichbaren Stelle juckt, dann gehen sie zu einem anderen Esel und knabbern diesen so lange an der Stelle, bis er versteht, dass der andere dort geknabbert werden möchte und ihn erlöst.

Auch wir Menschen agieren manchmal ähnlich.

Recht haben wollen

Recht haben wollen

In Bezug auf Konflikte in Beziehungen und Ehen stehen häufig die Themen „Recht haben“ und „besser wissen“ im Zentrum.  Dies allerdings nicht auf einer rationalen und damit überprüfbaren Ebene, sondern auf einer emotionalen Ebene.
Und genau da beginnen viele Probleme.

Zieh dich warm an, mir ist kalt

Wir Menschen schließen nur zu gern von uns selbst auf andere. Das geschieht ganz ohne böse Absicht und geht trotzdem manchmal so weit am Ziel vorbei, dass mehr oder weniger tiefe Verletzungen zurückbleiben – zumindest auf Dauer.

Wenn Trauer und Schmerz zurückgehalten werden

Wenn Trauer und Schmerz zurückgehalten werden

Umgang mit Schmerz

Wir alle machen schmerzhafte Erfahrungen. Wie stark deren Einfluss auf unser Leben ist, hängt in hohem Maße davon ab, wie wir gelernt haben, mit Gefühlen wie Trauer, Enttäuschung und Schmerz umzugehen.
In machen Familien ist es in Ordnung, Gefühle zu haben und zu zeigen, in anderen Familien scheint es eher so zu sein, dass die Eltern selbst keinen guten Umgang mit ihren Gefühlen gefunden haben und somit durch die Emotionalität des Nachwuchses überfordert sind.

Entsprechend reagieren sie in solchen Momenten auf ihr Kind so, wie sie sich auch selbst behandeln:

Outgesourcte Wut

Outgesourcte Wut

Jeder von uns hat alle Gefühle in sich. Ausgeglichenheit und Liebe genauso wie Wut und Hass. Der Unterschied liegt einzig darin, dass wir den verschiedenen Gefühlen in uns unterschiedlich viel Raum geben.

Wie es im Film „Die Wutprobe“ heißt: „Es gibt zwei Arten von aggressiven Menschen: explodierende und implodierende. Ersteres sind die Personen, die den Kassierer anbrüllen, weil er ihnen keine zweite Tüte geben will. Zu letzteren gehört der Kassierer, der die Ruhe bewahrt, Tag für Tag… und unversehens alle in dem Laden abknallt.“

Gelassenheit

Gelassenheit

So manches Mal reiben wir uns gedanklich auf und versuchen, Dinge „unter Kontrolle“ zu bringen, die sich in Wahrheit gar nicht kontrollieren lassen:

  • Krankheit
  • Finanzen
  • Sicherheit
  • den Partner
  • die Kinder
  • den Tod

Trotzdem versuchen wir alle dann und wann, Dinge aktiv zu verändern, die sich aber nicht verändern lassen.