Hadern lässt uns stehenbleiben

Baum der Wünsche - Hadern - Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie, Psychologischer Berater, Psychotherapeut (HeilprG) in Hamburg
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Hadern

Nicht alles, was wir in unserem Leben erleben, bietet Anlass zur Freude. Manches ist sogar so schlimm, dass es uns richtig aus der Bahn werfen kann. Häufig sind das die Erlebnisse, mit denen wir am meisten hadern. Aber alles Erlebte braucht seine Zeit, um von uns verarbeitet zu werden. Wie lange diese Verarbeitungsphase andauert kann nicht vorhergesagt werden. Das hängt von der Schwere des Erlebten und von der Konstitution des einzelnen Menschen ab.
Es wird aber immer einen Punkt geben, an dem Sie feststellen, dass „irgendetwas anders“ ist,- so wird es mir häufig beschrieben. Die Menschen fühlen sich leichter, ruhiger und entspannter.

Nun kann man denken, damit sei alles erledigt. Im Prinzip schon, manchmal jedoch halten wir uns künstlich in der Phase der Verarbeitung: wir hadern mit dem Erlebten. Wir regen uns wieder und wieder über eine erfahrene Ungerechtigkeit auf, wir verstehen immer noch nicht, warum uns unser Partner vor 24 Jahren verlassen hat und wir verfluchen unsere Eltern immer noch dafür, dass sie uns nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Bildlich gesehen ist Hadern das: Sie treten in einen Hundehaufen und bleiben mit dem Fuß darin stehen. Sie regen sich über Hunde und vor allem über deren Besitzer auf: „Ein Unverschämtheit ist das, das hätte das Herrchen aber wegmachen müssen“. Oder sie stellen sich die Frage „warum ich? Immer passiert mir sowas! Was mache ich bloß falsch?“

In diesem Beispiel muten beide Verhaltensweisen sehr merkwürdig an. Klar, man kann sich aufregen,- das dauert jedoch selten länger als einige Minuten. Und vor allem hat man den Fuß längst aus dem Haufen rausgenommen und den Schuh gereinigt.

Nun gehört dieses Hundehaufen-Ereignis eher zu den leichteren, die einem im Leben widerfahren können. Schwerere benötigen entsprechend länger Zeit. Eines sollten wir aber immer irgendwann tun: anerkennen, was passiert ist und weitergehen.

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Hadern lässt uns stehenbleiben via @psychothherapie
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