Mut zu Fehlern

Ein in meiner Praxis immer wieder auftauchendes Thema ist der Wunsch nach Fehlerfreiheit beziehungsweise Perfektion. Das Leben möge bitte reibungslos laufen und wenn man neue Tätigkeiten am zweiten Tag immer noch nicht beherrscht, dann wird man sie wahrscheinlich nie lernen.

Aus diesem Wunsch nach Perfektion resultiert in vielen Fällen ein Abwenden von den eigenen Ideen hin zu dem, wie es „alle anderen“ machen. Als würde die Masse automatisch den richtigen Weg kennen, die passende Idee haben. Kennt sie nicht. Hat sie nicht.
Das einzige was passiert, ist, dass man gewissermaßen einer von vielen wird und ein Stück Individualität aufgibt. Anders als wir es aus der Schule, der Ausbildung oder dem Studium gewohnt sind, kann eine positive Betrachtung von Fehlern hilfreich sein:

  • mit jedem Fehler wächst die eigene Entscheidungskompetenz – man lernt immer mehr und traut sich immer mehr, auf sich und seine innere Stimme zu hören.
  • Aus Fehlern können neue Wege entstehen. Sie öffnen Türen.
  • Viele Erfindungen sind durch „Fehler“ entstanden: Antibiotika, Viagra, Tintenstrahldrucker, Eis am Stiel…

Das Problem ist, dass wir in einem fehlerfeindlichen Umfeld leben. „Hab ich Dir doch gleich gesagt“, erhobene Zeigefinger oder das allseits beliebte „siehste“ kennen die meisten. Das kann einem die Lust am Fehler machen verleiden.

Dennoch: seien Sie mutig, vertrauen Sie darauf, dass Sie die für Sie richtigen Entscheidungen treffen können. Selbst wenn Ihr Umfeld sich anders entscheiden würde.

Fehler- Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater in Hamburg

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