Gute Vorsätze – warum sind sie so schwer einzuhalten?

Gute Vorsätze - Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater in Hamburg
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Gute Vorsätze

Nicht nur zu Silvester, auch an jedem anderen Tag im Jahr werden gute Vorsätze gefasst:

  • nicht mehr rauchen
  • keinen oder weniger Alkohol
  • gesündere Ernährung
  • mehr Sport / Bewegung
  • weniger Zeit im Büro
  • mehr Zeit mit der Familie
  • mehr Ruhe und Entspannung

Sie haben vielleicht schon am eigenen Leib, vielleicht aber auch bei Freunden oder Bekannten festgestellt, dass gute Vorsätze manchmal nur schwer einzuhalten sind. Und vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum das so ist.

Unser Kopf weiss beispielsweise sehr genau, dass uns rauchen schadet. Ja, es heisst sogar, es sei Selbstmord auf Raten.  Oder wir wissen ganz genau, dass uns etwas Sport gut tun würde, fühlen uns aber wie an die Couch geklebt.
Warum ist das so? Was ist der Grund für diesen inneren Kampf?

Positive Absicht

Im NLP gibt es eine Grundannahme, die besagt, dass jedes Verhalten eine positive Absicht hat. Was bedeutet das für mich, wenn ich gute Vorsätze fassen möchte?

Auf den ersten Blick klingt das vielleicht komisch, was soll denn am Rauchen positiv sein, mögen Sie vielleicht denken. Am Rauchen an sich ist natürlich nichts positiv, aber ein Teil von Ihnen versucht durch das Rauchen etwas bestimmtes zu erreichen, Entspannung beispielsweise.

Wenn Sie nun die Kopf-Entscheidung treffen, nicht mehr rauchen zu wollen, so ist diese Entscheidung sicherlich vernünftig aber machen Sie sich bewusst, dass Sie auf unterschiedlichen Ebenen beziehungsweise in verschiedenen Disziplinen  kämpfen.
Niemand würde behaupten, den Schachweltmeister im Schach schlagen zu können, nur weil er ihm körperlich überlegen ist. Es ist einfach zu deutlich, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Aber wir glauben, dass wir unserem Unbewussten mit unserem Bewusstsein zu Leibe rücken können. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen Trugschluss.

Falls Sie ein Verhalten haben, dass Sie nicht mit in Ihr zukünftiges Leben nehmen möchten, lade ich Sie zu folgender Übung ein: Gönnen Sie sich zu einen Moment der Ruhe und fragen Sie in sich hinein “Welche positive Absicht möchte dieses Verhalten erfüllen?” Achten Sie auf alles, auf Bilder, die in Ihnen auftauchen, auf Gefühle, auf Worte, die Sie auf einmal im Kopf haben. Alles kann eine Antwort sein.

Wenn Sie die positive Absicht identifiziert haben, können Sie sich hinsetzen und sich andere Möglichkeiten überlegen, wie diese Absicht in Zukunft auch ohne das Verhalten erfüllt werden kann, das Sie ablegen möchten.
Machen Sie das bitte schriftlich und seien Sie hierbei kreativ. Schreiben Sie erst einmal alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, von der Liste streichen können Sie immer noch. Warten Sie aber mit dem Streichen bis Sie mindestens eine Nacht darüber geschlafen haben.

Das richtige Timing

Falls Sie nicht sofort zu dem gewünschten Resultat kommen, machen Sie sich bitte eines bewusst: wenn Sie mit dem Zug fahren, reicht nicht allein der (gute) Vorsatz umzusteigen – es kommt auch auf den richtigen Zeitpunkt an.

Setzen Sie sich möglichst nicht unter Druck und koppeln Sie gute Vorsätze nicht an bestimmte Daten wie Silvester.

Gute Vorsätze schlagen in uns Wurzeln, wenn wir uns vor unserem geistigen Auge sehen, wie wir nicht mehr rauchen, abgenommen haben, einen sportlichen Körper haben oder unsere Schulden los sind.
Erst, wenn wir einen inneren Bezug zu der veränderten Version unserer selbst aufgebaut haben, zieht es uns auch in die Veränderung.

Lesen Sie zur Unterstützung auch gerne auch meinen Artikel über Ziele.

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Warum scheitern so viele gute #Vorsätze?  #psychothherapie #gutevorsätze via @psychothherapie
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