Jan Göritz // Heilpraktiker für Psychotherapie

Ziele – richtig setzen und erreichen

In meinen Sitzungen ist kommt immer wieder die Frage auf, warum die gesetzten Ziele nicht erreicht werden. Es kann sich dabei um private wie auch um geschäftliche Ziele handeln.

Bei genauer Betrachtung werden die Fallstricke aber schnell klar.

Wunsch oder Ziel?

Viele Menschen haben nur eine wage Vorstellung davon, was sie möchten.

  • „Ich möchte einen anderen Job haben.“
  • „Ich möchte mal viel Geld verdienen.“
  • „Ich möchte eine schönere Wohnung haben.“
  • „Ich möchte abnehmen“

So oder ähnlich klingt es häufig, wenn Menschen von ihren Wünschen sprechen. Damit aus Wünschen Ziele werden, müssen bei der Formulierung der Ziele ein paar Dinge beachtet werden.

Brennen Sie für Ihren Wunsch?

Hier trennt sich schon Spreu vom Weizen: Ist der Wunsch, um den es geht ein „nice to have“ oder ist er für Sie wirklich bedeutsam?

  • Geht es darum, nicht mehr alleine zu sein? Oder geht es wirklich um diesen einen ganz besonderen Menschen als Partner?
  • Möchten Sie lediglich irgendeinen fahrbaren Untersatz? Oder wollen Sie sich Ihren absoluten Traumwagen kaufen?

Ich gehe davon aus, dass der Unterschied deutlich geworden ist.

Wenn Sie die Frage, ob Sie für Ihren Wunsch brennen, mit „JA“ beantwortet haben, also aus dem Wunsch ein Ziel geworden ist, dann können Sie sich nun an die Formulierung dieses Zieles machen.

Ziele richtig formulieren – die SMART-Methode

Um ein Ziel konkret zu formulieren und damit zu ermöglichen, dass es auch konkret angesteuert werden kann, sollten fünf Kriterien erfüllt sein, die als S.M.A.R.T. abgekürzt werden:

  • SPEZIFISCH: Da Ihr Ziel, wie oben gelesen, kein Wunsch mehr ist, den man „mal so ins Blaue“ formulieren kann, sollten Sie Ihr Ziel spezifisch, also so klar und konkret wie möglich formuliert werden. („Ich möchte weniger arbeiten“ / „Ich möchte nur noch 4 Tage in der Woche arbeiten.“)
  • MESSBAR: Ihr Ziel sollte auf eine Art und Weise messbar sein, damit Sie überprüfen können, ob Sie das Ziel erreicht haben, beziehungsweise ob Sie noch auf dem richtigen Kurs sind. Das ist bei Zielen, die man in Zahlen fassen kann, relativ einfach. Schwieriger wird es, wenn es um andere Ziele geht. Zum Beispiel: „Ich möchte ein guter Mensch werden.“ In solchen Fällen definieren Sie selbst Ihre Zielmarke. Fragen Sie sich, woran Sie merken werden, dass Sie ein guter Mensch geworden sind – damit haben Sie einen Wert, den Sie überprüfen können. („Ich möchte schlank sein.“ / „Ich möchte jede Woche ein halbes Kilo abnehmen.“)
  • AKZEPTIERT: Ihr Ziel sollte von Ihren wichtigsten Persönlichkeitsanteilen akzeptiert sein. Sollten Sie feststellen, dass Ihnen doch noch etwas Bauchschmerzen verursacht, dann fragen Sie sich: „Was genau lässt mich stocken?“ Oder: „Was genau bereitet mir noch Bauchweh?“ Seien Sie offen und neugierig, welche Antwort Sie sich geben. Bessern Sie dann an dieser Stelle so lange nach, bis sie merken, dass alle Mitglieder Ihres inneren Teams dem Ziel zustimmen.
  • REALISTISCH: Fordern Sie sich gerne, aber überfordern Sie sich nicht. Unrealistische Ziele lassen uns zwangsläufig Scheitern, was zum einen unserem Selbstwertgefühl nicht zuträglich ist und uns zum anderen früher oder später keine Ziele mehr fassen lässt. („Ich möchte ein berühmter Künstler werden“ / „Ich besuche regelmäßig einen Malkurs um meine Fähigkeiten zu verbessern.“)
  • TERMINIERBAR: Bis wann möchten Sie das Ziel erreicht haben? Es fällt Menschen häufig an dieser Stelle schwer, einen konkreten Termin zu nennen, weil das Prokrastinieren dann ein Ende hat. Ich habe mal ein Schild gesehen, auf dem stand: „Morgen gibt’s Freibier“ – also nie. Man könnte demnach sagen: Ohne fixen Termin kein Freibier! („Ich sollte mal wieder aufräumen“ / „ich werde jeden Abend 30 Minuten nutzen, um Ordnung zu schaffen.“)

Bevor Sie sich jetzt ans Formulieren Ihrer Ziele machen noch eins: unser Unbewusstes nimmt bestimmte Sätze leichter auf als andere:

3P-Sätze

3P-Sätze sind Sätze, die nach folgenden Kriterien formuliert sind:

  • 1.Person („Ich“)
  • Präsens (Gegenwart: „Ich laufe“)
  • Positiv („Ich laufe dreimal in der Woche und nehme in einem Jahr am Hamburg Halbmarathon teil.“)

Jetzt haben Sie alle Vorraussetzungen, um Ihre Ziele zu formulieren, um den richtigen Kurs zu halten und um zu überprüfen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Viel Erfolg!

Ziele - be smart - Jan Göritz - Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater in Hamburg

Foto: © Trueffelpix / Fotolia

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